Mitglieder verlassen BKK für Heilberufe
Dienstag, 30. Mär 2010, 12:45 von Antonia Wolschon
Mitglieder verlassen BKK für Heilberufe
Mit einst 700.000 Mitgliedern konnte die Krankenkasse mit Sitz in Düsseldorf immer auf einen soliden Kundenstamm blicken. Heute sind noch knapp 300.000 Personen in der Krankenkasse versichert. Bereits 2002 war die Heilberufe-BKK in wirtschaftlich schwieriges Fahrwasser geraten. Dann gelang der Betriebskrankenkasse unter dem neuen Chefs Hans-Joachim Röminger ein Konsoliederungskurs, wodurch sich das Unternehmen wieder stabilisieren konnte. Der neue Finanzausgleich brachte der BKK für Heilberufe allerdings neue Probleme, die vor allem aus dem Strukturausgleich resultieren. Dieser sogenannte Morbiditätsausgleich wurde mit dem Gesundheitsfonds eingeführt.
Neue Probleme durch Gesundheitsfonds
Wie viele Betriebskrankenkassen hat auch sie viele jüngere Versicherungsnehmer. Diese Versichertenstruktur birgt ein vergleichsweise geringes Gesundheitsrisiko, so dass die Krankenkasse aufgrund des sogenannten Morbiditätsausgleichs weniger Geld aus dem Gesundheitsfonds bekommt als Kassen mit vielen älteren oder chronisch kranken Versicherten. Die Mindereinnahmen, die der BKK für Heilberufe so entstehen, können nur über Zusatzbeiträge ausgeglichen werden. Rückwirkend zum 1. Januar 2010 musste die BKK für Heilberufe daher einen Zusatzbeitrag erheben. Dabei schöpft die Kasse das gesetzlich zugelassene Maximum aus.
Maximalbeitrag
Die Kasse erhebt einkommensabhängig ein Prozent des Bruttolohns, maximal können das gemäß Beitragsbemessungsgrenze bis zu 37,50 Euro im Monat sein. Nur eine weitere Betriebskrankenkasse schöpft dieses Maximum aus. Betriebsbedingt sollen nun offenbar 41 der etwa 500 Mitarbeiter entlassen werden, vornehmlich Sozialversicherungsfachangestellte. Ob es dabei bleibt und ob die Kasse damit ihre finanzielle Situation stabilisieren kann, bleibt abzuwarten.





