Neurologie

Migräne-Aura: Vielfältige Symptome und Ursachen

Montag, 02. Mai 2011, 11:04 von
Mit Aura-Symptomen haben viele Migräne-Patienten zu kämpfen. Neben den bekannten Kopfschmerzen treten häufig auch Schmerzen im Gesicht, am Nacken oder an den Zähnen auf. Sämtliche Reize und Signale können die Attacke noch verschlimmern. Naturheilkundliche Behandlungsmethoden sind vielversprechend.
Migräne-Attacken sind für Betroffene sehr schmerzhaft

Migräne-Attacken sind für Betroffene sehr schmerzhaft

Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel – das sind typische Symptome für Migräne. Sie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Etwa zwölf bis 14 Prozent aller Frauen und sechs bis acht Prozent aller Männer in Deutschland leiden darunter. Einige Betroffene quälen sich darüber hinaus auch mit Aura-Symptomen. Im Zuge dieser Migräne-Aura können laut Stefan Evers von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) auch Schmerzen im Gesicht, am Nacken, in den Augen oder an den Zähnen auftreten. Die Diagnose der Migräne kann durch das vielfältige Krankheitsbild erschwert werden. 

Sämtliche Reize und Signale verschlimmern Attacke

Während einer Attacke haben die Betroffenen mit erheblichen Schmerzen zu tun, die durch jegliche Reize oder Signale noch verschlimmert werden können. Licht, Geräusche und Gerüche werden oft viel intensiver wahrgenommen als normalerweise und bilden schnell eine unerträgliche Belastung. Mit einer solchen Attacke geht nicht selten eine Aura einher, die Sehstörungen, Taubheit und ein Kribbeln in den Fingerspitzen, im Gesicht, an den Händen oder den Beinen zur Folge hat. Das Gehirn reagiert aufgrund von Reizüberflutungen über – so fühlt es sich jedenfalls für die Patienten an. Typische Aura-Symptome können da auch starke Stimmungsschwankungen und das Gefühl sein, dass alles in Zeitlupe abläuft.

Migräne-Ursachen müssen ermittelt werden

Glücklicherweise kann Migräne-Patienten heutzutage relativ gut geholfen werden. Für eine Akuttherapie und die Prophylaxe existieren wirkungsvolle Medikamente. Besonders wichtig ist aber, dass die Betroffenen ihre persönlichen Migräne-Auslöser ermitteln und versuchen, dies zu meiden. Verschiedenste Ursachen kommen für eine Migräne-Attacke in Frage: Hormonspiegelschwankungen, die Ernährung, persönlicher Stress oder Alkoholkonsum. Der Zusammenhang mit hormonellen Schwankungen (im Laufe des Menstruationszyklus) ist nach Meinung vieler Experten auch ein Grund dafür, dass Frauen weit häufiger betroffen sind, als Männer.

Naturheilkundliche Therapien vielversprechend

Neben der medikamentösen Behandlung von Migräne bieten sich auch naturheilkundliche Alternativen, die nach einer entsprechenden Anamnese durch den Therapeuten den möglichen Ursachen der Schmerzen angepasst werden. Vielversprechende Behandlungserfolge konnten beispielsweise durch Reinigungen der Darmflora (Darmdysbiose), Ausleitungsverfahren, Heilfasten, Biofeedback, Homöopathie, Osteopathie, Entspannungsverfahren, Akupunktur sowie Arm- und Fußbädern erzielt werden. Eine vorbeugende Wirkung können Entspannungsübungen, Autogenes Training oder Tai Chi haben, da sie der Stressvermeidung dienen und Stress als eine der Hauptursachen für Migräne gilt.